Sanktionen mit Zuckerguß.

Am 22. Juni 2019 kündigt der Mann im Weißen Haus, Iran mit „vielen weiteren Sanktionen“ zu bestrafen.  So solle das Land daran gehindert werden, an Atomwaffen zu gelangen. Am Montag sollen die Sanktionen verkündet werden, twitterte Trump. Doch, er will Huld zeigen: Er stellt in Aussicht, die Sanktionen wieder aufzuheben, wenn sich die Führung in Teheran dauerhaft verpflichten müsse, keine Atombombe zu bauen. Aha, denkt sich der Zwerg, deshalb hat Trump das Abkommen über die Urananreicherung aufgekündigt, damit er jetzt vorschlagen kann, daß das Land wohlhabend und glücklich werden könne, wenn es nur bei ihm drum bettele. Sollte die iranische Führung nicht zu Kreuze kriechen, sondern beim Halbmond stehen bleiben, dann würde er ganz, ganz schlimme Sanktionen erhängen. Und dann kreißte der Berg und es kam nicht einmal eine Maus heraus. Dem geistlichen Oberhaupt des Irans, Ayatollah Chamenei, darf niemand mehr Geld geben und von ihm Geld nehmen. Er wird abgeschnitten von internationalen Finanzresourcen. Das ist hart, ganz, ganz hart. Chamenei hat die letzten Jahre seinen Wohnsitz in Ghom nicht verlassen; vermutlich weiß er nicht einmal, wie man eine Visa-Card oder Master-Card im Internet-Zahlungsverkehr nutzt. Und wenn doch? Dann hätte Trump nur noch einige Monate nichts tun müssen, dann hätte sich das mit der bargeldlosen Zahlung mittels Visa-Card von allein erledigt. Weil er sich mittels Handy bei jeder Transaktion eine ID-Nummer zusenden lassen muß. Was man dazu führt, daß man das handy orten kann und anstelle dieser Nummer eine bewaffnete Drohne schickt. Kawumm, kawumm. Die Sanktionen gehen dem Ayatollah auch deshalb die Burka runter. Und zwar hinten. Und am selbigen vorbei.

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Polen sind ehrlicher als Deutsche

Dem Zwerg schwimmen die Vorurteile die Weichsel oder die Spree hinab: Nie, gar nie nicht, hätte er gedacht, daß die Polen ehrlicher als die Deutschen sind. Er kennt noch den Spruch über’s Auto: Heute gestohlen, morgen in Polen. Was ja nicht falsch war als die Wölfe durch die Oder schwammen und in Niedersachsen die ersten Schafe rissen. Eine aktuell veröffentlichte Studie aus den Vereinigten Staaten besagt, daß die Polen zu rund 80 Prozent eine gefundene Geldbörse (mit oder ohne Geld) irgendwie zum Verlierer zurückbringen. Deutschland landet auf Platz 9 unter 40 Ländern – also deutlich hinter den rechtschaffenen Polen. Wie kommt denn das? Es gibt zwei Erklärungen? Erstens bewertet die Studie Börsen-Finder in ihrem Heimatland: Was die Polen also im grenznahen und deutschen Gebiet klauen, wird in dieser Studie nicht erfaßt. Es sind ja auch keine Geldbörsen, sondern beispielsweise Landmaschinen. Zweitens: die Studie wurde von Amerikanern gemacht. Da kann man nur sagen: Trump biegt sich die Wahrheiten auch so zurecht bis sie ihm passen; der Wahlkampf in den USA hat begonnen und die polnischstämmigen Amerikaner müssen vom derzeitigen Präsidenten bei Laune gehalten werden. Deshalb werden in der Studie die Polen so gut benotet. Was aus Amerika kommt ist nur noch mit erheblichen Vorbehalten zu genießen, etwa so wie vegane Hamburger aus der Bulettenbude.

Sonntägliches Wort für die Goldwaage

Robert Mueller, Sonderstaatsanwalt in Sachen „Rußland-Untersuchung“, hat zum Abschluß seiner Tätigkeit ein Statement verlesen, in dem er schrieb: „Wenn wir sicher gewesen wären, daß der Präsident keine Straftat begangen hat, dann hätten wir das gesagt.“ Mueller: „And as set forth in the report, after that investigation, if we had had confidence that the president clearly did not commit a crime, we would have said so. We did not, however, make a determination as to whether the president did commit a crime.“ Als „Antwort“ twittert Trump: „Russia, Russia, Russia! That’s all you heard at the beginning of this Witch Hunt Hoax … And now Russia has disappeared because I had nothing to do with Russia helping me to get elected. It was a crime that didn’t exist. So now the Dems and their partner, the Fake News Media …“

Car-sharing verhindert die Erderwärmung

Die Enkelin der älteren Dame (über 76 Jahre alt, haartechnisch schon ins Graue übergehend) plappert ja manchen Unsinn nach, den sie irgendwo liest. Neulich am Frühstückstisch (wir haben Ferien und das Frühstück dauert etwas länger) sagt sie zum Zwerg Unwissend: „Wenn du dein Auto abschaffen würdest, könnten wir einen zusätzlichen Beitrag zur Luftreinhaltung und gegen die Klimaerwärmung tun.“ Man solle, so die Enkelin, nicht immer drüber reden, sondern im Alltag und praktisch handeln. Der Zwerg: „Und wie kommst du dann zu deinem Turnverein und zur Tanzstunde und zu deinem Charlie aus deiner Klasse, der dir vermutlich nicht nur Nachhilfeunterricht in Mathematik gibt? Hä?“ Einmal abgesehen davon, daß die Enkelin ihre Gesichtsfarbe ins Rötliche wechselt, womit sie bestätigt, daß zumindest ein Teil der Frage nicht ganz falsch war, will sie ja immer pubertär das letzte Wort haben: „Der Papa von Charlie hat gesagt, man könne dann ja Car-sharing machen.“ Jetzt verändert sich beim Zwerg die Gesichtsfarbe. „Was ist daran klimafreundlicher?“ „Charlies Papa sagt, sagt Charlie, damit würde die Luft in den Städten deutlich besser werden.“ „Warum denn das? Wenn ich Dich mit dem eigenen Auto zu Charlie fahre oder mit einem Auto vom Car-sharing-Unternehmen, dann sind es doch so oder so achteinhalb Kilometer. Was ändert sich dadurch die Luft und die Erderwärmung? Doch du hast in einem Punkt recht, man soll weniger mit dem Auto fahren. Die Fahrten zur Tanzstunde und zu dem Klugscheißer kannst du zukünftig mit dem Fahrrad tun.“ Bevor die Diskussion sich auf moderne Erziehungsmethoden ausweitet, reinigt die ältere Dame (der Zwerg will sich jetzt nicht wegen der grauen Haare wiederholen) die Luft und fragt Pu „Willst Du ein Dolomiti?“ Und nach einer kurzen Pause: „Heute Mittag gibt es Spinat“, was unisono zu einem dreistimmigen Aufschrei führt. Der Zwerg: „Der Tag fängt ja gut an. Da kann man ja nur hoffen, daß unsere Mädels siegen und das Viertele erreichen.“

Der Verirrte aus Goslar

In Goslar lebt einer der wenigen rechtsrheinischen ehemaligen Parteivorsitzenden. Lange Jahre war er Vorsitzender. Zuweilen etwas erratisch – wie engere Feinde klagten, aber mehr oder weniger unangefochten brachte er die Sozis über verschiedene Klippen. Dann trat er zurück, um den von ihm erkorenen Kanzlerkandidaten alle Möglichkeiten zu eröffnen. Im Nachhinein: war vielleicht absehbar. Das Scheitern. Nach der vergeigten Bundestagswahl wurde er – welch Schmach – von einer Frau aus der Vulkaneifel abserviert. Jetzt kann er unbehindert von irgendwelchen Rücksichten Kokolores verkünden. Aktueller Joke ist sein Vorschlag, die Kanzlerin zur Kommissionspräsidentin zu machen. Das hört sich beim ersten Blick als nicht dumm an, beim zweiten Blick aber doch als dumm, und beim genaueren Hinschauen sogar als hinterlistig und infam. Erstens hat Angela Merkel erklärt, nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft nix mehr tun zu wollen außer Suppe in der Mecklenburger Öde zu kochen. Was soll als der Vorschlag Gabriels unter dieser (diesmal) glaubhaft von Merkel vorgetragener Entschiedenheit? Die Frau heißt nicht Schulz und kommt nicht aus Würselen. Zweitens will Gabriel damit erreichen, daß auch sein Intimfreund (haha) Olaf S. sein Amt verliert. Denn das ist doch klar, wenn Merkel das Amt niederlegt (vor der Zeit) werden die Holzklötzchen neu sortiert. dabei kann herauskommen, daß die GroKo beendet wird. Das kann man ja wollen, aber so hinterrücks ins Knie geschossen, ist das schon ziemlich perfide.

Der Zwerg ist unwissend.

Für den Braunkohle-Ausstieg Ende der 2030er Jahre reicht die Bundesregierung 40 Milliarden Euro über den Tisch an die vom Ausstieg betroffenen Bundesländer. Zum Ausgleich der Arbeitsplätze (Motto: Jedem Dorf ein DDR-Erinnerungs-Museum) und zum Aufbau der Infrastruktur (Motto: Jedem Dorf ein Autobahnanschluß) und wenn man Joe   und Ola und Herbie sowie Jan und Hein und Klaas und Pit (die müssen alle mit) vom Aufbau weiterer Fabriken in den betroffenen Regionen überzeugen kann (mit 40 Milliarden ist jeder zu überzeugen!). Der Zwerg ist unwissend, deshalb wirft er die Frage auf: Wenn man von den 40 Milliarden (sagen wir beispielsweise) 1 Milliarde abzweigt für die Erforschung einer Technik, den schädlichen Einfluß der Kohleverbrennung zu vermeiden.  Dann wäre das doch sinnvoll. Oder geht das wirklich nicht? Unser letzter Kaiser hat gesagt, er halte das Auto für eine vorübergehende Modeerscheinung. War ja auch nicht richtig.

Das Geheimnis ist nicht mehr sicher

Die Enkelin der ältere Dame (über 75 Jahre, grauhaarig) meint, es sei doch sehr viel bequemer, wenn man „Siri“ oder „Alexa“ in den Haushalt  des Zwergs Unwissend aufnehmen würde. Dann müßte man nicht mehr aufstehen, um den Lichtschalter zu betätigen oder die Fernbedienung für den Fernsehen suchen. Man würde einfach nur noch sagen: „Alexa, mach das Licht an“ oder „Siri, schalte den Fernsehen auf’s Unterschichten-Programm um“ und schon könnte man den Blick aufs Dschungelcamp werfen oder auf die Klum oder auf die Fleischerstochter aus Wunstorf. Das findet der Zwerg Unwissend bedenkenswert, doch: „Es müßte nur ein kleines Problem gelöst werden. Wie du weißt, werden bei uns im Haus zahlreiche Ideen entwickelt, die ich mit der älteren Dame bespreche. Da bekanntermaßen am anderen Ende von „Siri“ oder „Alexa“ Mithörer und Mitschreiber sitzen, müßten wir dein Enkelzimmer in einen abhörsicheren Raum umbauen. Barbie, Lego, Glitzerpupspony – alles müßte raus. So wie im Bundeskanzleramt würde dein Zimmer ein sicherer Raum. Wo du auch mit deinen Freundinnen über die pubertierenden Jungs herziehen könntest. Und so weiter. Wir wollen doch nicht, daß unsere guten Ideen oder gar deine Vorschläge noch vor der Patentanmeldung von den ganz schnellen Klauern von „Alexa“ und Co. angemeldet werden.“ Sagt Pu der Bär: „Und die würden auch hören, wenn ich ein Dolomiti bekomme?“ „Ja. Das würden die auch aufschreiben, der Eisfirma sagen, und die würde wegen der großen Nachfrage sofort den Preis erhöhen. Und dann kann ich dir kein Dolomiti mehr kaufen.“ „Kann ich noch schnell ein Dolomiti haben?“ „Also, liebe Enkelin, gibst du dein Zimmer für unsere vertraulichen Gespräche ab?“ „Kann ich auch ein Dolomiti haben?“

Eine zweite Reihe

Bekanntlich werden auf Parteitagen der Sozialdemokraten die früheren Parteivorsitzenden eingeladen (ausgenommen dieser Saarländer, der die Partei verraten hat). Diese ehr- und ehrungswürdigen Genossen sitzen beim Parteitag in der ersten Reihe. Bei zukünftigen Parteitagen erhalten aufgrund des rapiden Anwachsens der Parteileiter entweder nur noch besonders verdiente Vorsitzende eine Einladung, oder aber es wird eine zweite Reihe reserviert. Einer der Exer (man könnte den einen oder anderen auch als Echse bezeichnen) hat nun alle fast lebenden früheren Vorsitzenden motiviert, die SPD-Mitglieder aufzufordern, ihre Partei zu retten. Löbliches Vorgehen. Erst fahren die letzten Vorsitzenden und auch – verdammt noch mal – die anderen Vorstandsmitglieder die Partei in die Grütze, und dann stellen sie Forderungen an die Mitglieder. Wer war denn eigentlich der Initiator dieser Aktion? Ach, der Schröder, der Basta-Schröder. Der dazu beigetragen hat, daß die Basis entmündigt wurde. Der Schröder, der es nicht schaffte, die Partei und die Bevölkerung von seinen im Kern richtigen Reformen zu überzeugen? Weil man ja gar nicht mehr alle früheren Vorsitzenden im Blick hatte – hier sind die Namen: Hans-Jochen Vogel, Björn Engholm, Rudolf Scharping, Franz Müntefering (hat zweimal unterschrieben), Matthias Platzeck, Kurt Beck, Sigmar Gabriel und Martin Schulz. Wer fehlt? Die Vertreterin aus der Vulkan-Eifel, Andreas Nahles, und der aus dem Beitrittsgebiet, der liebe Oskar, einer der Verursacher der heutigen Partei-Misere, der gemeinsam mit Schröder begann, Parteivorsitzende zu stürzen und damit lehrreiches Vorbild wurde. Wie hieß es früher, ganz früher, einmal: Hütet euch vor dem Idibus des Iunius und den neun Scheinheiligen. Post scriptum: 50 (in Worten: fünfzig) Prozent der letzten Vorsitzenden stammen aus linksrheinischem Gebiet (das mag für die CDU gut gehen, aber für die SPD nimmermehr). Das sollten die Genossen zukünftig bedenken.

Irgendwie funktionieren die Algorithmen nicht so richtig

Der Zwerg Unwissend hatte kürzlich ein sogenanntes Wasserproblem in seinem Garten: Konkret: er mußte für nur einen Wasserhahn zwei Wasserschläuche anschließen. Dafür benötigt man ein sog. Zwei-Wege-Ventil, die einzeln die Wasserzufuhr regeln sollen und müssen. Da der örtliche Händler ein richtiges Zwei-Wege-Ventil (ja, das hat der Zwerg jetzt gelernt: es gibt da Unterschiede!) nicht vorrätig hatte (letztes Jahr hatte er noch) und auch nicht mehr besorgen konnte, ging der Zwerg ins Internet und wurde – natürlich, logo – fündig. Und konnte über den bewußten Händler (den Namen schreibt der Zwerg nicht danieder, sonst gilt er noch als Influenscher und muß nachweisen, daß er für die Namensnennung keinen Nennwert erhalten hat) ein solches Ventil kaufen. Alles war gut. Seitdem bekommt er – wie man so sagt: auf allen Kanälen – solche Ventile angeboten. Was ja saublöd ist: er hat doch jetzt ein solches. Das nervt! Es scheint ja so zu sein, daß die Künstliche Intelligenz, die hinter den Angeboten des Ventil-Händlers ändlers Hsteht, nicht über die Klippschule hinaus ausgebildet wurde. Damit ihm nun diese Angebote nicht mehr so nerven, überlegt der Zwerg, ob er nicht auf eine von diesen sehr speziellen Seiten geht (Stimme aus dem Off: „Untersteh dich!); dann bekommt er vermutlich schöne Frauen zum Kauf angeboten. Und keine Zwei-Wege-Ventile. Noch ein Hinweis: Diese Künstliche Intelligenz wird später den Autoverkehr automatisieren. Das wird lustik. Immer wieder wird dem Autofahrer dann eine Zwei-Wege-Ausfahrt angeboten. Beim Stau auf der Autobahn. Obwohl er schon auf der Nebenstrecke zu dem blau-gelbem Erlebnis-Kaufhaus ist – wo es Köttbollar gibt.

Sonntägliches Wort für die Goldwaage

Gefunden als Erinnerung an längst vergessene Zeiten. Im Wahlkampf 2005 versprach Alexander Boris de Pfeffel Johnson, seinen Wähler: „Wenn Sie konservativ wählen, wird das Ihren Frauen größere Brüste verschaffen und Ihre Chancen erhöhen, einen BMW zu gewinnen.“ Daran kann man sehen, daß Johnson nicht weiß, was Frauen wünschen: erstens den BMW und zweitens, daß ihre Männer freitags das Geld zu ihnen und nicht in den Pub bringen. Man kann auch erkennen, daß Johnson nicht weiß, was Männer wünschen: Große Brüste sind das nicht, denn die erinnern immer an Mom. Englische Männer wollen freitags im Pub in Ruhe die Dartpfeile werfen und nicht ihre Alte sehen. Das englische Bobbele sei ein „Heineken-Politiker – nicht „het meest getapt“ –, sondern nach der Werbung der Brauerei könne Heineken-Bier „jene Teile erfrischen, die andere Biere nicht erreichen.“ Wohl wahr: gehen Sie einmal in eine englisches public convenience.