Fünf Sekunden Unaufmerksamkeit

Der Herr Bundespräsident verbringt seinen Urlaub 2020 in Südtirol. Schöne Gegend. Der Zwerg konnte dort einmal Murmeltiere beobachten. Und war entsetzt, als er die Burg Hauenstein des Ritters, Sängers, Dichters und Politikers Oswald von Wolkenstein (1377–1445) besichtigte. Kein Wunder, daß der Mann Rheuma und so hatte. Unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen Verstoß gegen die Hygiene-Regeln wegen der Corona-Pandemie eingeräumt und bedauert. „In meinem Urlaub bin ich beim Verlassen einer Bergalm dem spontanen Wunsch nach einem gemeinsamen Foto von vier jungen Musikanten an der frischen Luft nachgekommen“, sagte Steinmeier am Freitag der „Süddeutschen Zeitung“. Nicht gesagt hat der Herr Bundespräsident, daß ihm beim Treffen mit dem Landeshauptmann Kompatscher aufgelauert wurde und er vor dem angekündigten Gewitter eilends aufgenommenen Foto den Bergmusikanten (4 Tirolerinnen mit dem Kontrabaß standen auf der Terrass und spielten sich was) lauschen mußte. Oder anschließend. Danke für  die Musi. „Fünf Sekunden Unaufmerksamkeit, die ich mir selbst vorwerfe und die nicht hätte passieren dürfen“, sagte Steinmeier. „Das tut mir leid“. Der oberste Gesundheitsapostel der Sozialdemokraten, Karl Lauterbach, hat ihn vermutlich auch schon deftig wie eine Tiroler Vesper gerügt. Das schmerze besonders. Wir nehmen diese Entschuldigung ausdrücklich an, weil ein Herr Bundespräsident auch nur ein Mensch ist. „Die Verantwortungslosigkeit einiger Weniger ist ein Risiko für uns alle“, sagte Steinmeier am Mittwoch vor diesem Schandfoto (im Zusammenhang mit den in Berlin versammelten Spinnern). „Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler.“ Dazu S’chn T’gai Spock: „Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen.“ Nachtrag: Königin Elisabeth II. entschuldigte sich wegen der Unterdrückung der Maori. Jetzt fehlt noch die Entschuldigung des britischen Königshauses bei den Nachfahren der englischen Verbrecher wegen ihrer Deportation und (wichtiger) bei der Mißhandlung und Unterdrückung  indogenen Bevölkerung Australiens. Das wird wohl erst König Karl III. machen, wenn ihm der Bumerang um die Ohren fliegt.

Quarantäne und Hausarrest

Früher gab es für unartige Kinder ein Ausgehverbot. GANZ TRAURIGE SACHE, Wenn heute wegen der Corona-Pandemie eine Quarantäne angeordnet wird, dann gibt es Internet und Fernsehen und Netflix und Sky und so weiter. Früher, also ganz früher, bedeutete Quarantäne, daß man wegen der ansteckenden Pest vierzig Tage auf einer einsamen Insel von Venedig verbringen mußte. Ohne Weiber – also wie in Ost-Sachsen. Die Leute damals waren vernünftiger als diese bönhasigen Bekloppten von heute, die grölend auf sogenannten Hygienedemonstrationen durch die Straßen ziehen. Als in Schottland 1645 die Pest wütete, verhängten die Stadtoberen von Edinburg kein Ausgeh-Verbot. Sie mauerten die „Mary King’s Close“ einfach an beiden Enden zu, weil sie glaubten, diese kleine Gasse sei der Ausgangspunkt der Pest. Ich möchte“, sagt der Zwerg „nicht erleben, wenn wir die Zufahrten zu Mamming in Oberbayern oder gar zu Rheda-Wiedenbrück zugemauert hätten. Da hätte Herr Tönnies aber komisch aus der Wäsche geguckt. Vermutlich. Hätte ihm aber nicht geschadet. Oder wenn der ‚Schweine-Staat‘, um bei Tönnies zu bleiben, Urlaubs-Rückkehrer vom Baller­mann nach Helgoland verbannt hätten oder auf die Hamburger Insel Neuwerk.“

Wie kann man so blöde sein?

Da lautet ein lateinischer Sprichwort „Mens sana in corpore sano“, was ja nicht richtiger wird, weil es von dem römischen Satiriker Juvenal in einem ganz anderen Zusammenhang geschrieben wurde. Üblicherweise wird es verkürzt übersetzt: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Der Zwerg hat schon immer Sport nicht gemocht (Fußball sieht er sich im Fernsehen nur an, wenn die Damen spielen und er Kartoffelchips hat). Obwohl er weiß, daß Churchill das so nie gesagt hat, zitiert er den Dicken gern: „Sport ist Mord“. Was dem Zwerg immer fehlte, war irgendeine Art von einleuchtendem Beweis, daß Sport auch dumm macht. Den hat er nun. Die deutsche Weitspringerin Alexandra Wester, geboren in Gambia, soll laut FAZ auf Instagramm geschrieben haben: „Im vergangenen Jahr“ (also vor der Corona-Pandemie) „wäre es niemals okay gewesen, Anwälte und Ärzte, die unsere Menschen­rechte verteidigen, in Gefängnisse und Psychiatrien zu stecken.“ In diesem Jahr gibt es das in Deutschland auch nicht. Sie soll (nach FAZ) von mißbrauchten Frauen und Kindern und Krebspatienten gesprochen haben, denen Hilfe verweigert werde. Das, findet der Zwerg (ohne Instagram, facebook, twitter und Tiktok), belegt sie zwar nicht, aber man kann es ja mal behaupten. Frau Webster, verbreitet auch den Hashtag „Q“, der mit der Verschwörungstheorie „QAnon“ verbunden wird. Dort wird als Wahrheit verkündet, daß Politiker und Schauspieler Kinder gefangen halten, diese sexuell mißbrauchen und aus ihrem Blut Aufputschmittel gewinnen. Frau Wester, ganz weit im Sprung – aber ganz klein im Hirn, ist immer noch in der Nationalmannschaft des Leichtathletik­verbands. Das ist der Verband, der nach der Übernahme der Zone alle Augen zudrückte als er DDR-Trainer trotz Doping-Verdacht und Kinderschinderei ob ihrer dadurch erreichten „Erfolge“ in seine Reihen aufnahm. Der Verband wird mit Steuern finanziert. Das will der Zwerg nicht. Frau Wester hat einen Freund, Joshiko Saibou, mit dem sie am letzten Wochenende auf der Berliner Zusammen­kunft der Bekloppten war. Der ist Basketball-Profi. Und hat wohl zuviel Bälle an den Kopf bekommen. Da in Berlin die Teilnehmer ohne Mund-Nasen-Schutz liefen, warf ihn sein Basketball-Verein „Telekom Baskets“ wegen Gefährdung seiner Mannschafts­kameraden raus. Hoffentlich stellt ihn kein anderer Verein ein. Wester und Saibou, Hand in Hand mit Rechtsradikalen, beweisen, daß in einem gesunden Körper nicht immer ein gesunder Geist wohnt. Bestenfalls ein Alien. Ein Voodoo-Reptil. Und damit klar ist, wie verärgert der Zwerg ist: Wester und Saibou – geht doch dahin, wo eure Ahnen herkommen (Togo und Gambia). Diese Leute und die Sport-Funktionäre sind zum Kotzen (Muß auch mal so deutlich geschrieben werden).

Wie kann man eigentlich so blöde sein?

Am Wochenende trafen sich in Berlin Leute, die wissen, daß wir Menschen von außerirdischen Reptilien unter Führung von Bill Gates dirigiert werden. Wie weit wir unterwandert sind, sieht man ja auch daran, daß viele sogenannte Schutzmasken in himmelblau sind. Die Fabriken, die solche Tücher herstellen, gehören alle Micro­soft (nehmen Sie das Wort mal wörtlich: „Micro“ wie klein, Viren sind wie? Ja, richtig: klein. Und „soft“ wird synonym in Verbindung mit „flesh“ genannt und bedeutet nicht nur weich, sondern auch Fleisch, gemeint ist Menschenfleisch). Bill Gates will mit seinem Impfwahn jedem von uns einen Mikrochip implantieren und damit seine Herrschaft weltweit implementieren. Da ist der Alte vom Berg und sind die Weisen von Zion Waisenknaben. Ein weiteres Problem ist, was die Berlin-Besucher klar erkannt haben, daß wir im Inneren einer flachen Erdscheibe leben und das nicht wissen dürfen. Der Himmel über uns wird von Hollywood auf eine große Leinwand geworfen. Ist also nur ein Scheinhimmel. Wie damals mit Armstrong und dessen angeblicher Mond­landung – die Filmaufnahmen waren ja von Bill Gates in Hollywood in Auftrag gegeben worden. Ärgerlich ist auch, daß die außerirdischen Reptilien nur uns Männer befruchten. Was wir irrtümlich als Bier­bauch bezeichnen, ist in Wirklich­keit das inner­bauchliche Heranwachsen von Reptilien. In Berlin ist endlich auch deutlich geworden, daß Corona eine mexikanische Biersorte und keine weltweite Infektions-Krankheit ist. Angst kann einemunsereinem, einem von Ast zu Ast hangelnden Reichsbürger machen, daß Donald Trump auch nicht mehr der ist, der er mal war: Der Präsident trinkt Rohrreinigungsmittel und ist dadurch zu einem Geschöpf von Stella Immanuel geworden. Wobei „Stella“ ja irgendwie und irgendwas mit Sternen und damit mit außerirdisch zu tun hat: hier trifft wirklich omen und nomen zusammen. Auch der zweite Name „Immanuel“ ist nicht so recht irdisch, weil Gott und so ja im Himmel wohnt. Da hat sich also ein Alien zur engsten Beraterin des Präsidenten gefledermausert. In einem Punkt muß der Zwerg den US-Präsidenten unterstützen: der will anders als sein Vorgänger Obama keine Nigerianerinnen mehr in sein Gelobtes Land lassen. Zurück nach Berlin. Bemerkens­wert ist, daß Teilnehmer der Zusammenkunft, die fast 20.000 nannten es Demonstration für die Freiheit, klagten, daß sie überhaupt keine Rechte mehr hätten: sie dürften nicht mehr demonstrieren oder ihre Meinung frei äußern. Selbst der Lügenpresse können wir nicht mehr eins in die Fresse geben, weil die Angst vor uns haben. Im Berliner Tiergarten dürfen wir auch nicht mehr pinkeln. Alles abgesperrt. Freiheitsentzug. Deutschland ist von einem Land der Dichter und Denker (ehrlicher­weise: das war es nie!) zu einem Ort von Bekloppten und geldgierigen Busunternehmern geworden. Wie kann man eigentlich so blöde sein? Zu glauben, daß Bill Gates an allem schuld ist. Wo doch jeder weiß, daß Angela („Engelchen“!) Merkel, die Tochter Adolf Hitlers, schuldig ist.

Nahrungsmittelpreise

Manche Leute, die den Verbrauchern fern stehen, sagen, daß die Lebensmittelpreise zu niedrig seien. Damit meinen sie, wenn die Lebensmittelpreise höher sein würden, käme dies dem deutschen Bauernstand zugute. Frau Julia K. schämt sich nicht, als Ministerin in der Bundesregierung solchen Schwachsinn zu erzählen. Die ist die CDU-Vertreterin wie A. Scheuer der Vertreter der CSU für schlechteste Politik ist. Der Zwerg vermutet, daß sie als ehemalige Weinkönigin immer noch besoffen ist. Und: Das Thema Markt­wirtschaft hat sie auch noch nie gehört. Der Zwerg würde es analog und digital begrüßen, die Marktwirtschaft auch für einige Dienstleistungsberufe außer Kraft zu setzen. Er stellt sich vor, daß nun gefordert wird, die Löhne für ostdeutsche Friseure, für Erntehelfer und Hilfskräfte in der Fleisch- und Gurkenwirtschaft sowie die Renten für Frauen in Nordrhein-Vandalien zu erhöhen. Einfach so. Um jegliches Mißverständnis zu vertiefen: Eine solche Forderung müßte natürlich von den Arbeitgebern kommen. Oder zumindest von Herrn Peter Altmaier – der ist ja wie weiland Bangemann Minister für Wirtschaft – der sollte jetzt ganz schnell Lohnerhöhungen für für Kellner allüberall fordern. Im übrigen: Sollen die Leute doch Kuchen essen, wenn die Brötchen zu billig sind.

Zum Wochenanfang: Tohu wa-bohu

„Wir haben das gutzumachen“ sagt der oberste Beamte in der dem regelmäßigen Leser schon bekannten Montags-Runde. „Zwei Geschichten sind miteinander verwoben. Die erste soll an den Menschen erinnern, der seine Marine aufforderte, in Tsingtau kein Pardon zu geben, aber um des Reiches willen nicht die Brauerei zu zerstören. Dessen Nachfahre will, so lauten Gerüchte, die Brauerei wieder haben. Die zweite Geschichte ist der unaufhaltsame Aufstieg des chinesischen Volks und spielt bei uns – also in einer herrlichen Stadt am Rande und Ende des River Elbe. Ich habe eine Anfrage erhalten, ob wir an unserem Gestade noch Platz hätten für eine großmächtige Hafenanlage. Von einer chinesischen Reederei. Da wir die Hamburger Heringshändler losgeworden sind, können wir ja jetzt hafenmäßig machen, was wir wollen. Was halten Sie davon? Wollen wir uns mit dem Thema ernsthaft beschäftigen – jetzt, wo bei uns zukunftsträchtigen Luftmaschinen gebaut werden und alles gut ist? Auf die diskutierten Raketenstarts vom Seeflughafen Nordholz möchte ich nicht wetten.“ Es ist schon fast peinlich, zu berichten, daß alle Anwesende in Jubelrufe ausbrechen, wenn der öberste Beamte einen Vorschlag hat oder eine Idee entwickelt. So war das auch diesmal. Sagt einer aus der Runde: „Ein solcher Hafen hätte den riesigen Vorteil, daß das Fischsterben in der Elbe aufhört, wenn diese alles zerstörende Baggerei in der Elbe endet. Zumal die Elbe-Baggerei volks­wirtschaf­tlicher Unsinn ist und unser Watt zerstört. Ich kann nur sagen. Wir sollten dieser Reederei nicht nur den roten Teppich ausrollen. Sondern ein Fisch-Büffet ausrichten. Vom Feinsten. Machen. Schnell machen. Bevor die Chinesen merken, daß in Wilhelmshaven bereits ein Tiefwasserhafen existiert. Aber dort hatte der letzte Kaiser seine berüchtigte Hunnenrede gehalten. Da gehen die Chinesen nicht hin. Und wir sind sowieso über die Nordostpassage dichter an Shanghai. Als zum Beispiel Piräus.“ „Gut. Dann werde ich mal mit dem Wirtschafts­minister sprechen. Obwohl – der ist meistens auf der Hamburger Seite. Trotzdem. Ich geh jetzt mal telefonieren. Ihr könnt ja weiter machen.“

Auf die sonntägliche Goldwaage gelegt

„Hör dir das einmal an“, sagt die ältere Dame (über 77 Jahre, gräuliche Haare, kurzgeschnitten) zum Zwerg „was ich hier lese. Ich werde aber nicht nennen, wer das sagte. Ist aber trotzdem gut. Also jetzt lese ich dir was vor: Von den Trump-Wählern können manche jetzt schon lesen. Wenn man ihnen Zeit läßt und auf die Buchstaben deutet.“ Der Zwerg: „Das kannst du auch über die Leute sagen, die ihre Haare in den Springer-Stiefeln verstecken und in Sachsen wohnen. Die meisten sind so blöd, daß sie es gerade schaffen, ohne Pause bis Drei zu zählen.“ Sagt die ältere Dame: „Jetzt ist aber Schluß mit den anti-sächsistischen Gehässig­keiten.“

Irgendwie war das doch zu erwarten

Letzte Woche war also das „Große Geschachere“. Der Zwerg hätte das Ergebnis vorhersagen können: Man einigte sich auf die Förderung der deutschen Export­wirtschaft. Ein wenig Kuckucksheim herum und fertig ist die Garage für den Daimler. Was schert „uns“ die eingeschränkte Pressefreiheit in irgendeinem EU-Land, solange die deutschen Besitzer polnischer Zeitungen genug Anzeigen verkaufen können? Was kümmert „uns“ die fehlende Gewaltenteilung in Polen, wenn die Polen selbst es so wollen? Warum sollte „uns“ die Korruption in Rumänien sorgen, solange die Profiteure fest zur NATO stehen? Warum wollen „wir“ die vereinbarte EU-Flüchtlingspolitik wirklich durchsetzen, solange Griechen­­­­land und Italien nicht untergehen? Hat einer von „uns“ an den Wiederaufbau-Quatsch wegen der Corona geglaubt, damit die Renten in Italien aufgestockt werden? Die EU ist ein Verein zur Umverteilung von Geldern. Jetzt hätte der Zwerg fast gesagt, Gelder aus Deutschland. Zu den vier sogenannten Grundfreiheiten innerhalb der EU gehört nicht die Demokratieförderung. Der Zwerg und die ältere Dame (über 77 Jahre alt, noch gut zu Fuß) sind so alt, daß sie auch nicht mehr von der Reisefreiheit ohne Paß profitieren wollen (schon gar nicht nach Malle). Für die deutsche Politik, vertreten von der Kanzlerin, gilt nicht ein gutes Ergebnis, sondern irgendein Ergebnis. Typische Basari-Mentalität. Mag es noch so schlecht sein wie jetzt beim „Großen Geschachere“. Hauptsache: Ergebnis. Das reden wir dann „gesund“. Eine Prognose will der Zwerg noch abgeben: Wenn sichergestellt wird, daß die deutsche Automobil-Industrie und die deutsche Landwirtschaft (ich sage nur: Fische, Fische) von Brexit-Folgen verschont werden, werden alle andere Probleme locker von der Frau  Kanzler zur Seite geschoben. Dann wird es heißen: Die hat das Problem gelöst. Jubel. Trubel. Geldregen. Die Kanzlerin wird zwei oder drei Jahre später auf Vorschlag von Premierminister Johnson von König Karl III. zum Ritter geschlagen oder so ähnlich. So wird das Brexit-Ergebnis werden. Neuer Jubel. Ganz sicher.

Corona-Tests

Der Zwerg hat Bekannte, die wohnen direkt hinter oder – von ihm aus gesehem – vor der deutsch-luxemburgischen Grenze. Die erzählten ihm, daß sie jetzt einmal in der Woche nach Bad Mondorf in Luxemburg fahren, „ist ja nur ein Katzensprung“, eine Stunde ins Themalbad gehen, dann ein wenig im Kurpark flanieren, sich das Denkmal von Jean Grün ansehen („muß man gesehen haben“) und dann wieder zurück nach Deutschland fahren. Auf die Frage, warum sie das täten, sagten die Bekannten, das würde ihnen helfen, Geld zu sparten. „Der Eintritt ins Thermalbad ist billiger als eine Untersuchung auf Corona in Deutschland. Und gesund ist’s auch.“ Der Zwerg versteht nur – wie man so sagt – Munnereffer gare. „Warum macht ihr das?“ „Wer aus Luxemburg nach Deutschland einreist, muß an der Grenze einen Corona-Test machen. Der ist kostenlos. In Deutschland muß man, wenn man freiwillig einen Corona-Test macht, etwa 70 Euro zahlen. Und bekommt nur eine Moment-Aufnahme. Deshalb fahren wir jetzt einmal in der Woche nach Bad Mondorf und auf der Rückreise lassen wir uns  testen.“

Trump und seine Steuererklärung

Wer ein wenig den US-Präsidenten beobachtet (was viel Zeit kostet bei mehr als 20.000 Tweets) weiß, da gibt es ein Steuererklärungs-Problem. Der Zwerg gibt zu, daß er es auch nicht begrüßen würde, wenn er seine Steuererklärung mit den Nachbarn diskutieren müßte – wie sind ja schließlich nicht in Schweden, gell! Wenn nämlich bekannt würde, daß der Zwerg in der Sowjetunion zwei Golfplätze sein Eigen nennt und einen weiteren Abschlagplatz in der Nähe Pekings, dann würde seine Politik doch in einem anderen Kerzenlichte erscheinen. Können Sie sich noch an die Ping-Pong-Politik erinnrn? Nixon und die Tischtennisspieler Glen Cowan und Zhuang Zedong? Trump bevorzugt Eisen 9: Immer druffhauen, aber nicht so weit (denken) (angeblich schummelt er dabei). Der Zwerg könnte außerdem  frei nach Tania Blixen auch sagen: „Ich hatte einen Golfplatz in Korea am Fuße des Paektusans. 425 Meilen südlicher lief der 38. Breitengrad.“ Deshalb macht er mit dem so rum. Mit Kim. Bester Kumpel von Welt.  Das wäre doch peinlich, wenn das warum herauskäme. Durch so eine blöde Steuererklärung. Und dann noch das Wohn- und Geschäftshochhaus am Bistochahar Metri Boulevard, das regelmäßige Mieterträge abwirft; das muß auch keiner wissen, daß dieses Haus in Teheran steht. Weil das keiner wissen soll, muß richterlich verhindert werden, daß das bekannt wird. Andere Gründe kann der Zwerg nicht erkennen. Es ist ja im übrigen keine Schande, Millionär zu sein. Denkt der Zwerg.